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Bürgerbeteiligung
zur Planung im Gemeindezentrum Bedburg-Hau

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich freue mich, dass Sie sich für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde, insbesondere für den weiteren Ausbau unseres Gemeindezentrums interessieren und sich über den Stand der Planungen informieren möchten.

Denkt man nur 20 Jahre zurück, waren die Baugebiete Hebbenshof, Baumannshof, Kirchweg, Op de Högt, Ziegelhütte und Römerstraße nicht mal in Planung. Heute leben dort Menschen, für die die Gemeinde der Mittelpunkt ihres Lebens darstellt. Die Bürgerinnen und Bürger möchten Kultur erleben, Sport treiben und andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vorfinden. All das, so glaube ich, können wir bieten. Wir leben in einer Gemeinde, in der die Ortschaften in einem großen Naturraum eingebettet sind. Diese Ortschaften bieten viele Möglichkeiten des Zeitvertreibs und des Vereinslebens.

Unsere Gemeinde Bedburg-Hau ist im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 entstanden. Ziel die Neugliederung war es, eine rechtlich eigenständige und finanziell lebensfähige Gebietskörperschaft zu schaffen, in der die Menschen im Rahmen der Kommunalpolitik ihr Umfeld und ihr Gemeindezentrum gestalten.

Zur Gestaltung einer Gemeinde gehört es u.a. auch, die Grundversorgung, also die Befriedigung von Einkaufsbedürfnissen, sicherzustellen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen in der Gemeinde ihre Einkäufe tätigen. Rat und Verwaltung stellen seit vielen Jahren fest, dass durch fehlendes Angebot ein erheblicher Kaufkraftverlust entsteht: Geld, das eigentlich allen in der Gemeinde zu Gute kommen sollte.

Aus dieser Situation heraus hat sich in den letzten Jahren der Gedanke gefestigt, zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten auch im Hinblick auf die vielen neuen Baugebiete zu schaffen.

Als nun bekannt wurde, dass der Baukörper der ehemaligen Hauptschule nach 2023 keiner weiteren Nutzung mehr zugeführt werden kann, reifte die Idee, an dieser Stelle Einzelhandel und Wohnungsbau zu realisieren.

Mir ist durchaus bewusst, dass der Anblick des Schulkörpers bei vielen Menschen Erinnerungen weckt und es vielleicht auch schmerzt, ihn nicht mehr zu sehen. Aber wir wissen auch, dass es dauerhaft zum Verfall des Gebäudes käme. Eine wirtschaftlich sinnvolle Nachnutzung lässt sich für eine Gemeinde wie Bedburg-Hau leider nicht darstellen. Schon jetzt zeigt der Umbau für die Übergangslösungen der beiden Kindergärten, wie groß die Investitionssummen schlussendlich wären. Investoren, die den Schulkörper kaufen und dann umbauen würden, lassen sich für eine Nachnutzung eines alten Gebäudes ebenfalls leider nicht begeistern.

Bei meinem Amtsantritt habe ich versprochen, die Menschen in der Gemeinde bei grundlegenden Planungen mit einzubinden, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu äußern. Im Übrigen ist das auch Wille aller im Rat vertretenen Parteien.

Ich möchte ihnen heute eine bisher intern diskutierte Planung der Verwaltung vorstellen, die sich im Laufe der Zeit auch durch die Mitarbeit von Ratsvertretern immer wieder verändert hat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir seitens der Verwaltung nicht bei „Null“ anfangen, sondern bereits mit einer Idee ins Rennen gehen.

Hierbei ist es wichtig zu betonen, dass dieser Entwurf noch keine abschließende und damit fertige Planung darstellt. Vielmehr wurden bereits mehrere Überlegungen und Wünsche, die seitens der Bürgerinnen und Bürger geäußert wurden, in den Entwurf eingearbeitet. Dies sind zum Beispiel eine zentrumsnahe Wohnbebauung, auch öffentlich gefördert, barrierefrei und für Seniorinnen und Senioren – die Beibehaltung der sogenannten Sicht- und Fahrachse vom Honigsberg kommend in Richtung Zentrum – die Einbindung möglicher Parkplatzflächen in eine ansprechende Grünplanung und nicht nur grauer Beton – die Einrichtung eines Cafés und die Bereitstellung von Räumlichkeiten für eine Gastronomie.

Die Jugendfreizeiteinrichtung "Die Lupe" soll ebenfalls Teil der Gemeinde Bedburg-Hau bleiben. Hierfür planen wir einen neuen, ebenfalls zentrumsnahen Standort und werden dabei selbstverständlich auch die Wünsche und Anregungen der Mitarbeitenden und Jugendlichen im Auge behalten.

Die hier als Entwurf vorliegende Planung sieht die Errichtung von zwei Fachmärkten wie auch die eines weiteren Discountergebäudes vor. Zusätzlich sollen ca. 25 teilweise öffentlich geförderte Wohnungen und eine Bäckerei mit Cafébetrieb und möglicherweise auch Platz für eine Gastronomie entstehen. Da sich ein bereits ansässiger Fachmarkt vergrößern möchte, ist es für mich wichtig, einen Nachmieter für den frei gewordenen Einzelhandelsraum zu finden. Es soll kein Leerstand produziert werden. In der Präsentation wird als 2. Fachmarkt der Schuhfilialist Deichmann dargestellt. Ich möchte jedoch betonen, dass bezüglich einer Ansiedlung noch keine Verträge mit der Fa. Deichmann geschlossen wurden. Ziel ist es jedoch, dass ein Schuhfachmarkt ansässig wird.

Seitens des beauftragten Planers wird das Projekt wie folgt beschrieben:

„Das Plangebiet liegt im Zentrum der Gemeinde Bedburg-Hau, neben ansteigendem Gelände mit Waldcharakter, gegenüber einer belebten Gemeindestruktur und angrenzend beginnender Wohnbebauung. Aktuell befindet sich dort das ungenutzte Gebäude der ehemaligen Hauptschule St. Markus Bedburg-Hau.

Der Entwurf sieht vor, sich in die umliegende Struktur einzugliedern, auf die bestehende Bebauung Rücksicht zu nehmen und das Areal des Gemeindezentrums weiter zu entwickeln.

Daher ist die Anordnung der Baukörper so ausgebildet, dass sich das Gebiet zur vorhandenen Kernstruktur öffnet und einen Abschluss zu den beruhigteren Bereichen der Waldflächen und Wohnbebauung findet. Ein höherer Anteil an Begrünung durch Bäume, Büsche und Gräser soll die Nutzung für Café und Gastronomie attraktiv gestalten.

Die Rückseite des Supermarktes bildet den hinteren Abschluss der Anlage und blickt auf die höhergelegene Grundschulturnhalle.

Losgelöst vom urbanen Treiben des Zentrums ist im Obergeschoss eine Planung für Wohnungen vorgesehen, die der Bebauungsstruktur der Alten Bahn folgt und abschließen soll. Die dadurch entstehende Gebäudehöhe gleicht sich optisch an die des Klosterplatzes an, um eine Konsistenz zu bilden.

Außerdem ist eine Neugestaltung der Verbindung vom Honigsberg zum Rosendaler Weg angedacht. Diese verläuft flussartig, begleitet von intensiver Begrünung an dem Plangebiet vorbei und öffnet sich zum Rathausplatz.“

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich lade Sie ein, sich ausführlich mit Hilfe der Präsentation auf dieser Seite zu informieren und mir Ihre Meinung zu unseren Plänen bis zum 30.09.2021 über das bereitgestellte Kontaktformular mitzuteilen.

Ihre Einbringungen werden auch den Bedburg-Hauer Ratsfraktionen zur Beratung zur Verfügung gestellt.

Ich freue mich über zustimmende Meinungen, aber auch über neue Anregungen und Ideen; gemeinsam wird es uns gelingen unsere liebens- und lebenswerte Gemeinde weiterzuentwickeln.

Freundliche Grüße

Ihr Stephan Reinders

Bürgermeister