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Verfahren über den Nachweis der Kampfmittelfreiheit

Im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren werden Bauherren vom Bauaufsichtsamt aufgefordert, ihr Baugrundstück auf mögliche Kampfmittel hin überprüfen zu lassen.
Nach § 16 Absatz 1 Bauordnung (BauO NRW)  müssen Grundstücke für bauliche Anlagen geeignet sein. Dies bedeutet unter anderem, dass sie frei von Kampfmitteln sein müssen. Die Pflicht zur Herstellung der Geeignetheit des Grundstückes ist durch den Bauherren sicherzustellen. Hierzu wenden Sie sich bitte schriftlich an den Fachbereich Öffentliche Ordnung und Schule.

Der staatliche Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf führt dann eine Luftbildauswertung durch. Das Ergebnis wird schriftlich mitgeteilt.

Die Bearbeitungszeit dort beträgt zur Zeit ca. 4 bis 6 Wochen.

Folgende Angaben, bzw. Unterlagen werden für die Antragsbearbeitung benötigt:

  • Antragsteller mit Anschrift, gegebenenfalls Telefonnummer
  • Anschrift des Baugrundstückes, Flurbezeichnung und Projektbezeichnung
  • Kurze Beschreibung des Bauvorhabens, insbesondere der Erdarbeiten
  • Geplanter Baubeginn
  • DIN-A4 Kartenausschnitt, 3-fach (Maßstabgerechte Kopien genügen), aus der "Deutschen Grundkarte" im Maßstab 1 zu 5.000, auf dem die zu untersuchenden Fläche bzw. das Grundstück möglichst genau in Rot umrahmt ist.
  • schriftliches Betretungsrecht für den Kampfmittelbeseitigungsdienst

Weiterführende Informationen


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Munitionsfund

 

Kaum zu glauben aber auch sieben Jahrzehnte nach Ende des zweiten Weltkrieges werden täglich bei Erdarbeiten Kampfmittel aller Art gefunden. Die Beseitigung dieser Kampfmittel gehört mit zu den Aufgaben des Bevölkerungsschutzes.

Was sind Kampfmittel?

Kampfmittel sind Munition oder Munitionsteile (z.B. Patronen, Handgranaten, Artilleriegranaten und Bomben), die durch die Wehrmacht oder die ehemaligen Alliierten im Zuge der Kampfhandlungen hinterlassen wurden. Es kann sich dabei gleichermaßen um sogenannte "Blindgänger" wie um ungebrauchte Kampfmittel handeln. Aber nicht nur Kampfmittel des zweiten Weltkrieges, sondern auch Munition aus heutiger Produktion werden gefunden.

In allen Fällen von Kampfmittelfunden ist höchste Vorsicht geboten!

Was ist bei Kampfmittelfunden zu tun?

  1. Kampfmittel auf gar keinen Fall anfassen.
  2. Sofort die Polizei oder das Ordnungsamt verständigen.
  3. Den Zugang zur Fundstelle sperren.

Kann man vorbeugen?

Umfassend vorbeugen kann man nicht, da es aus vielerlei Gründen sehr aufwendig oder gar unmöglich ist, das gesamte Gemeindegebiet vorsorglich zu untersuchen. In konkreten Einzelfällen kann bzw. muss eine Untersuchung stattfinden. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass Grundstückseigentümer oder-besitzer verantwortlich sind für Gefahren, die vom Grundstück ausgehen.

Das heißt, dass die Ordnungsbehörde zur Gefahrenabwehr Maßnahmen gegen den Eigentümer oder Besitzer zu dessen Lasten veranlassen kann. Das Baurecht in Nordrhein-Westfalen regelt einen konkreten Einzelfall, wonach der Bauherr vor Beginn eines Bauvorhabens die Kampfmittelfreiheit nachweisen muss.

Allgemeiner Hinweis:

Sollten bei Erdarbeiten verdächtige Gegenstände oder Kampfmittel gefunden werden, sind die Arbeiten sofort zu unterbrechen und die Polizei unter der Telefonnummer 110 anzurufen.

Ihr Kontakt

Willemsen, Jonas

Fachbereich
Öffentliche Ordnung und Schule
Telefon
0 28 21 / 660-67
Telefax
0 28 21 / 660-52
E-Mail
jonas.willemsen@bedburg-hau.de
Zimmernummer
5

Lamers, Tobias

Fachbereich
Öffentliche Ordnung und Schule
Telefon
0 28 21 / 660-70
Telefax
0 28 21 / 660-65
E-Mail
Tobias.Lamers@bedburg-hau.de
Zimmernummer
5